Parteivertreter

Grundsätzlich gilt innerhalb von Schiedsverfahren, dass kein Anwaltszwang herrscht. Allerdings haben die Parteien im Rahmen ihrer Regelungsbefugnisse natürlich das Recht, bereits innerhalb der Schiedsvereinbarung festzulegen, dass eine Vertretung durch Rechtsanwälte zu erfolgen hat. Innerhalb der ZPO ist festgelegt, dass Rechtsanwälte als Bevollmächtigte nicht ausgeschlossen werden dürfen und dass gegenteilige Vereinbarungen unwirksam sind. Hierbei gilt, dass es sich bei einem Rechtsanwalt nicht nur um einen bei einem deutschen Gericht zugelassenen Anwalt handelt. Ebenso fallen auch ausländische Anwälte, die nach dem an ihrem Zulassungsort geltenden Zulassungsrecht zur Vertretung innerhalb von Prozessen zugelassen sind, unter diese Definition.

Ebenfalls zulässig ist die Vertretung der Parteien durch Verfahrensbevollmächtigte, die keine Rechtsanwälte sind. Allerdings steht es dem Schiedsgericht zu, Vertreter zurück zu weisen. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn es sich nicht um gesetzliche Vertreter einer Partei, also zum Beispiel Mitglieder des Vorstands oder Geschäftsführer, handelt.