nasciturus

Lateinisch, übersetzt „der Geborenwerdende“, bezeichnet das ungeborene Kind, das als Rechtssubjekt Träger von Rechten sein kann, im deutschen Recht findet sich dies in Art. 1 I GG, §§ 218ff StGB, § 1 BGB, § 1923 II BGB

ne bis in idem

Lateinisch, übersetzt „nicht zweimal in demselben“, Niemand darf zweimal wegen derselben Tat verurteilt werden, im deutschen Recht findet sich dies in Art. 103 III GG

ne ultra petita

Lateinisch, übersetzt „lat. nicht über das Geforderte hinaus“, eigentlich „ne eat iudex ultra petita partium“ „nie gehe der Richter über den Antrag der Parteien hinaus“, Rechtsgrundsatz nach dem das Gericht nicht mehr zusprechen darf, als die Parteien beantragt hatten,  „Dispositionsmaxime“ Im deutschen Recht geregelt in § 308 Abs. 1 ZPO, bzw. im Verwaltungsprozess in § 88 VwGO

negativa non sunt probanda

Lateinisch, übersetzt „fehlende Umstände muss niemand beweisen“, Grundsatz des Prozessrechts, dass die Partei die das vorliegen einer Tatsache behauptet dieses beweisen muss und nicht die Partei die behauptet, dass er nicht vorläge

neglegentia

Lateinisch, übersetzt „die Unachtsamkeit“, unbewusste Fahrlässigkeit, Gegenbegriff „luxuria

neminem laedere

Lateinisch, übersetzt „schädige niemanden“, allgemeiner Grundsatz, von Schopenhauer ergänzt in „neminem laede, immo omnes, quantum potes, iuva“
„Verletze niemanden, im Gegenteil: hilf allen, soweit du kannst“

nemo iudex in sua causa

Lateinisch, übersetzt „niemand sei Richter in der eigenen Sache“, Rechtssatz aus dem Prozessrecht, ein Tatbestand der zur Richterablehnung führt, im deutschen Recht geregelt in § 41 Nr. 1 ZPO

nemo iudex sine actore

Lateinisch, übersetzt „niemand ist Richter ohne Ankläger“, Grundsatz der Parteimaxime, der Richter darf nicht über das beantragte hinausgehen