Schweizerische Schiedsordnung

Die Schweizerische Schiedsordnung basiert seit dem 1.1.2004 auf einheitlichen Regeln, die die Schweizerischen Handelskammern von Basel, Bern, Genf, Tessin, Waadt und Zürich miteinander vereinbart haben. Bereits im Jahr 1989 war das ursprünglich uneinheitliche Schiedsverfahrensrecht durch das Bundesgesetz über das internationale Privatrecht (IPRG) weitgehend vereinheitlicht worden. Dies hat nicht zuletzt dazu beigetragen, dass die Schweiz als Schiedsort international sehr beliebt ist.

Die Schweizerische Schiedsordnung basiert dabei auf dem Regelwerk der UNCITRAL und arbeitet lediglich mit zwei Veränderungen gegenüber der UNCITRAL Schiedsgerichtsordnung. Zum einen wurde diese durch Änderungen und Ergänzungen in eine institutionelle Schiedsordnung überführt. Zum anderen wurden Änderungen und Ergänzungen vorgenommen, welche aus transnationalen Grundsätzen der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit der jüngeren Zeit abgeleitet wurden.

Das gesamte Verfahren im Rahmen der Schweizerischen Schiedsordnung entspricht dabei der UNCITRAL Schiedsordnung. Die Einleitungsanzeigen können hierbei bei jeder der insgesamt sechs Handelskammern der Schweiz eingereicht werden. Die Schiedsrichter legen ihre Honorare in Verfahren nach der Schweizerischen Schiedsordnung selbst fest.