Ist eine Partei innerhalb eines Schiedsverfahrens in Bezug auf die Zusammensetzung des Schiedsgerichts insofern benachteiligt, als dass die andere Partei über ein Übergewicht verfügt oder anderweitig begünstigt ist, dann kann die unterlegene Partei beim Oberlandesgericht beantragen, den oder die Schiedsrichter unabhängig von deren Ernennung durch die überlegene Partei, zu bestellen. Allerdings muss ein entsprechender Antrag spätestens zwei Wochen nach Bekanntwerden der konkreten Zusammensetzung des Schiedsgerichts gestellt werden. Geregelt ist diese sogenannte Überlegenheitsklausel in § 1034 Abs. 2 ZPO. Genutzt wird die Überlegenheitsklausel in aller Regel dann, wenn im Rahmen einer Schiedsvereinbarung festgelegt ist, dass eine Partei den oder die Schiedsrichter alleine ernennt oder wenn sie zumindest für die Ernennung der Mehrzahl der Schiedsrichter zuständig ist.