Der BGH präzisiert § 1032 Abs. 2 ZPO: Ein Antrag bleibt trotz anhängiger Klage möglich. Entscheidend ist der konkrete Streitgegenstand; ausländisches Recht muss sorgfältig ermittelt werden.

Internationale Schiedsverfahren: Klare Strategie von Anfang an.
Schiedsverfahren sind für Unternehmen besonders dann relevant, wenn internationale Verträge, vertrauliche Geschäftsbeziehungen, komplexe Handels- und Logistikstreitigkeiten oder grenzüberschreitende Vollstreckungsfragen betroffen sind. Anders als im staatlichen Gerichtsverfahren können die Parteien wesentliche Parameter selbst gestalten: Schiedsort, Sprache, Institution, Auswahl der Schiedsrichter und Verfahrensregeln.
Diese Gestaltungsfreiheit ist ein Vorteil, birgt aber erhebliche Risiken. Fehlerhafte Schiedsklauseln, unklare Zuständigkeitsregelungen, ungeeignete Verfahrensabreden oder unterschätzte Kosten- und Vollstreckungsfragen können das Verfahren von Beginn an belasten. Eine frühe rechtliche und strategische Einordnung ist deshalb regelmäßig entscheidend.
Als Fachanwalt für Internationales Wirtschaftsrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht sowie Transport- und Speditionsrecht verbinde ich schiedsrechtliche Verfahrensführung mit wirtschaftlichem Branchenverständnis. Mein Fokus liegt auf internationalen Handels-, Lieferketten-, Transport- und Logistikstreitigkeiten, insbesondere mit Bezug zum Benelux-Raum und zum Wirtschaftsstandort Düsseldorf/Duisburg.
Die Beratung ist darauf ausgerichtet, Ansprüche, Einwendungen, Beweise, Kostenrisiken und Vollstreckungsaussichten frühzeitig zu ordnen. Ziel ist nicht ein möglichst umfangreiches, sondern ein strategisch klares Schiedsverfahren.
DIS-Schiedsverfahren, Zuständigkeitsfragen, Schiedseinrede , Vollstreckung von Schiedssprüchen
Ein Anwalt für Schiedsverfahren berät bei Schiedsklauseln, Zuständigkeitsfragen, Verfahrensstrategie, Schriftsätzen, Beweisführung, mündlicher Verhandlung, Vergleichsverhandlungen sowie bei Anerkennung und Vollstreckung von Schiedssprüchen.
Ein Schiedsverfahren ist häufig sinnvoll bei internationalen Handelsbeziehungen, vertraulichen Streitigkeiten, technisch oder wirtschaftlich komplexen Sachverhalten sowie Fällen, in denen ein späterer Schiedsspruch grenzüberschreitend vollstreckt werden soll.
Ein spezialisierter Anwalt für Schiedsverfahren ist nicht erst dann erforderlich, wenn die Schiedsklage bereits zugestellt wurde. Häufig entstehen die entscheidenden Weichen deutlich früher: bei der Vertragsgestaltung, bei der Reaktion auf eine Eskalation, bei der Auswahl der Institution oder bei der Frage, ob ein Anspruch überhaupt wirtschaftlich sinnvoll durchgesetzt werden kann.
Gerade in internationalen Handels- und Logistikstreitigkeiten geht es selten nur um eine isolierte Rechtsfrage. Häufig stehen Lieferketten, Zahlungsflüsse, Versicherungen, Frachtdokumente, Qualitätsnachweise, Incoterms, Verjährungsfragen und Vollstreckungsrisiken gleichzeitig im Raum.
Schiedsverfahren verbinden Vertragsrecht, Prozessstrategie, internationales Privatrecht, Vollstreckungsrecht und wirtschaftliche Taktik. In Handels- und Logistikstreitigkeiten kommen häufig branchenspezifische Fragen hinzu: Lieferketten, Incoterms, Transportpapiere, Haftungsbegrenzungen, Lagergeld, Fracht, Charter, Qualität, Mängel und Zahlungsflüsse.
Meine Beratung ist auf diese Schnittstelle ausgerichtet. Der Fokus liegt nicht auf abstrakter Schiedsrechtsdogmatik, sondern auf der wirtschaftlich verwertbaren Lösung: Welche Ansprüche bestehen? Welche Beweise tragen? Welche Einwendungen sind gefährlich? Welches Verfahren ist sinnvoll? Und wie wird ein möglicher Schiedsspruch am Ende tatsächlich durchgesetzt?
Bei einer ersten Einschätzung geht es darum, die Lage schnell zu ordnen und die nächsten Schritte festzulegen. Dafür sind regelmäßig folgende Unterlagen hilfreich:
Auf dieser Grundlage lässt sich prüfen, ob eine Schiedsvereinbarung greift, welche Verfahrensordnung maßgeblich ist, welche Risiken bestehen und ob eine schnelle außergerichtliche Lösung, ein Vergleich oder eine konsequente Schiedsverfahrensführung angezeigt ist.
Das Gerichtsverfahren findet vor staatlichen Gerichten statt. Ein Schiedsverfahren ist ein privates Streitbeilegungsverfahren auf Grundlage einer Schiedsvereinbarung. Die Parteien können wesentliche Parameter wie Schiedsort, Sprache, Schiedsrichter und Verfahrensregeln beeinflussen.
Ein Schiedsspruch kann nur aus begrenzten Gründen angegriffen werden. Regelmäßig geht es nicht um eine vollständige zweite Tatsacheninstanz, sondern um Aufhebungsgründe wie unwirksame Schiedsvereinbarung, Verfahrensfehler, Überschreitung der Schiedsvereinbarung oder Verstöße gegen den ordre public.
Ein inländischer Schiedsspruch muss grundsätzlich für vollstreckbar erklärt werden, bevor daraus vollstreckt werden kann. Bei ausländischen Schiedssprüchen richtet sich die Anerkennung und Vollstreckung in Deutschland regelmäßig nach dem New Yorker Übereinkommen.
Wichtig sind insbesondere der Vertrag, die Schiedsklausel, relevante AGB, Korrespondenz, Fristsetzungen, Rechnungen, Liefer- oder Transportdokumente sowie bereits zugestellte Verfahrensdokumente.
Die Kosten hängen von Streitwert, Institution, Zahl der Schiedsrichter, Verfahrensdauer, Umfang der Beweisaufnahme und anwaltlichem Aufwand ab. Vor Einleitung oder Verteidigung eines Schiedsverfahrens sollte deshalb eine Kosten- und Risikoanalyse erfolgen.
Schiedsverfahren sind nicht öffentlich. Ob und in welchem Umfang darüber hinaus Vertraulichkeit gilt, hängt von der Schiedsvereinbarung, der Verfahrensordnung und ergänzenden Vereinbarungen der Parteien ab.
Der BGH präzisiert § 1032 Abs. 2 ZPO: Ein Antrag bleibt trotz anhängiger Klage möglich. Entscheidend ist der konkrete Streitgegenstand; ausländisches Recht muss sorgfältig ermittelt werden.
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