praeter legem

Lateinisch, übersetzt „am Recht vorüber / außerhalb des Gesetzes“, eine Rechtsansicht geht am Recht vorbei

Präzedenzwirkung

Schiedssprüche entwickeln keine Präzedenzwirkung, was die Schiedsgerichtsbarkeit für Streitigkeiten von eher grundlegender Bedeutung weitgehend ungeeignet macht. Natürlich kann es aber immer wieder einmal vorkommen, dass ein bestimmter Schiedsspruch Bedeutung erlangt und sich auf andere Entscheidungen oder sogar auf die Gesetzgebung auswirkt.

prima facie

Lateinisch, übersetzt „erstes Gesicht“, Prima-facie-Beweis ist der Anscheinsbeweis

princeps legibus solutus

Lateinisch, übersetzt „der Herrscher ist von dem Gesetz entbunden“, er bedeutet, dass der Herrscher über dem Recht steht, in der preußischen Verfassung in Art. 43 geregelt

prior

Lateinisch, übersetzt „vordere“

privates Gericht

Bei einem Schiedsgericht handelt es sich um ein privates Gericht, das eine echte streitentscheidende Funktion innehat. Die rechtliche Grundlage hierfür basiert auf der Parteiautonomie. Im Rahmen der Regelung von privatrechtlichen Beziehungen oder der Entscheidung über sich daraus ergebende Streitigkeiten ist der Schutz durch den Staat nur dann erforderlich, wenn er von den Parteien gewollt ist oder wenn ein öffentliches Interesse an einem bestimmten Streitfall oder einem Verfahren besteht. Man kann in diesem Zusammenhang also durchaus von einer Privatisierung der Gerichtsbarkeit sprechen.

pro bono

Lateinisch, übersetzt „zum Wohle“, Abkürung von „pro bono publico“, freiwillige geleistete professionelle Arbeit ohne oder mit stark reduzierter Bezahlung

pro forma

Lateinisch, übersetzt „um der Form zu genügen“