Der Territorialitätsgrundsatz bildet eine wichtige Grundlage im Rahmen der weltweiten Vereinheitlichung der Schiedsgerichtsbarkeit. Schiedsverfahren werden in Deutschland im Rahmen des 10. Buches der ZPO geregelt. Maßgeblich sind hierbei die §§ 1025 ZPO bis 1066 ZPO. Innerhalb des § 1025 wird der Anwendungsbereich geregelt. Der hier manifestierte Territorialitätsgrundsatz gilt demnach für alle Schiedsverfahren und Schiedssprüche, deren Schiedsort in Deutschland liegt. Bis zur Reform im Jahr 1997 und der weitgehenden Übernahme des UNCITRAL-Modellgesetzes galten in Deutschland stattdessen die alten Regelungen aus dem Jahr 1879, die im Laufe der Zeit nur teilweise angepasst und aktualisiert wurden. Erst mit der Reform wurde auch in Deutschland die Grundlage für eine weitgehende Vereinheitlichung der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit geschaffen.